heArt_attaCk***

und ich geh da einfach so lang. weil da halt jeden tag lang gehe.

und ich denke mir nichts dabei. denn ich gehe da ja jeden tag lang.

und auf einmal stehst du da.

und auf einmal frage ich mich, was ich hier eigentlich tue.

ich lauere jeden tag in deiner nachbarschaft herum.

und mittlerweile ist gar nichts mehr dabei.

es ist quasi normal.

und ausgerechnet heute, begegne ich dir.

in den wochen, in denen ich gebetet habe dich zu treffen,

ja, da passierte nichts.

aber jetzt.

und du siehst mich, begrüßt mich nett,

sagst hallo, fragst mich wie es mir geht, wohin ich denn will.

so, wie man halt mit leuten redet, die man kennt und zufällig auf der straße trifft.

und ich steh da nur und starre.

"ja, ich weiß auch nicht so genau, was ich hier mache."

und es ist die wahrheit, denn ich weiß es wirklich nicht.

ich gehe dort jeden tag lang, aber ich weiß nicht mehr warum.

vielleicht wegen dir. vielleicht auch nicht.

ich sollte mir abgewöhnen in deiner gegend herumzustreifen.

 

 

2.5.07 23:35


Und ich weiß gar nicht, wie ich da gelandet bin.

Wie wir da gelandet sind.

Mit einpaar Leuten was trinken gehen.

Zusammen rumhänden.

Antje ruft noch Leute an.

Marc sagt auch noch einigen Kumpeln bescheid.

Ich wusste gar nicht, dass du ein Kumpel von Marc bist.

Und ich erschrecke mal wieder als ich dich sehe.

Ich will am liebsten wieder gehen. Fühle mich unwohl.

Eigentlich wollte ich ja eh nicht kommen, aber ich brauche Ablenkung.

Also sitze ich da, denn jetzt gehen wäre scheiße.

Hocke da zwischen den anderen Mädchen.

Schiele zwischendurch immer wieder zu dir.

Betrinke mich, damit es nicht mehr so unangenehm ist.

Es ist wie in einem schlechten Film.

Irgendwann gegen 4 entschließen wir uns dazu,

alle noch zu Marc zu gehen.

Die Anderen wollen doch nicht mit.

Also doch nur Antje, Marc, du und ich.

Und ich schwanke die Treppen hoch

und ich setze mich vor das Hochbett.

Antje hockt sich zu mir.

Du und Marc legt euch unten ins Bett.

Antje flüstert mir komische Sachen ins Ohr.

Ich kichere nur noch vor mich hin.

Im Fernsehen laufen irgendwelche Zeichentrinkfilme.

Auf einmal ist Antje weg. Wahrscheinlich auf dem Klo.

Ich weiß nicht was ich machen soll, also schau ich dich an.

Du liegst da und unterhältst dich. 

Und kicherst. Und bist einfach wunderschön.

(Ich würde niemals sagen, dass ein Mann wunderschön ist,

aber wenn ich dich so sehe, dann muss ich es denken)

Und ich weiß nicht was dann in mich fährt,

Ich beuge mich zu dir, gehe ganz nah an dein Gesicht ran.

Ganz nah.

Ich kann dich riechen.

Ich kann deinen Atem spüren.

Und auf einmal küssen wir uns und ich weiß nicht warum.

Und eigentlich ist es mir auch egal.

Dann löst du dich von mir, schaust mich fragend an.

Drehst dich wieder um und führst dein Gespräch weiter.

Kicherst weiter.

Und ich will dich.

Ich kann es nicht anders ausdrücken.

Ich will dich!

Antje ruft mich. 

Ich hau ab aus dem Raum.

Sitze mit Antje im Wohnzimmer rum. 

Ich verliere kein Wort darüber, was grade passiert ist.

Vielleicht hat es ja niemand gemerkt.

Und ich schäme mich.

Und ich ärgere mich, weil ich dich jetzt haben will,

anstatt mit Antje non-sense-Gespräche zu führen.

Irgendwann schlafe ich zum Glück ein.

Und als ich am nächsten Tag aufwache,

bist du schon weg.

Und ich schäme mich nur noch.

Ich schäme mich so furchtbar.

Eigentlich gibt es keinen Grund dazu,

aber ich schäme mich.

Aber du lässt mich auch im Unklaren.

Ist das ok so, wie es gelaufen ist?

Fandest du es auch schön?

Willst du mich vielleicht auch?

Oder habe ich mich nur billig angeboten?

Fandest du es einfach nur peinlich?

Willst im Grunde nichts von mir wissen?

Ich schäme mich

auch wenn es wunderschön war.

6.5.07 00:55


Ich könnte deine Nummer organisieren.

Ich könnte dich anrufen.

Und was soll ich dann sagen?

Du könntest meine Nummer genauso gut rausfinden.

Du könntest mich auch anrufen.

Aber du meldest dich nicht.

Willst du nichts mit mir zutun haben?

...

Ich weiß nicht genau, was ich von dir will.

Ich will jedenfalls mit dir reden.

Aber worüber nur? 

6.5.07 18:32


Einfach mal ne Auszeit.

Das bräuchte ich jetzt.

Von allen Seiten dröhnt es mich zu,

und ich höre soviel, 

dass ich nicht mehr weiß was wirklich wichtig ist.

 

Ich komme mir schon so vor als wäre ich krank.

Als wären da Stimmen in meinem Kopf,

weil ich vor euren Stimmen nicht flüchten kann.

Sie sind überall.

Ich gehe zur Schule und darf mir anhören,

wie schade das doch alles ist,

Wie ich mir meine Zukunft selber verbaue.

Das ich mein Abi nie schaffen werde,

wenn ich so weitermache.

Das weiß ich doch.

Kein Gespräch mehr mit meinen Freunden,

das nicht mein Versagen thematisiert.

Alle zuhause versuchen mir andauernd beizubringen,

dass ich einfach zu dumm und zu faul bin,

um es zu etwas zu bringen.

 

Dabei braucht mir niemand etwas zu erzählen.

Ich weiß das doch alles schon!

Ich weiß, dass ich die Schule schleifen lasse.

Und ich weiß, welche Konsequenzen ich mit dieser Entscheidung

zu tragen haben werde.

Ich weiß, dass es mit ihm letztens dumm gelaufen ist.

Und ich weiß genauso gut, dass es im Grunde ok so war.

Ich weiß ganz genau, wieviele Menschen ich zur Zeit enttäusche.

Ich weiß das alles, das kann man mir ruhig glauben.

Und es tut mir auch wirklich leid.

Ich hasse mich selbst dafür.

Aber ich kriege es nicht besser hin.

Vorallem nicht mit euren Stimmen in meinem Kopf.

9.5.07 22:02


Ich bin dumm.

Ich meine es verdammt ernst mit dir.

Ich habe deine Nummer.

Ich sitze hier seit Stunden und überlege,

ob ich dich anrufen soll. 

Ich bin 18 Jahre alt, nicht 12.

Also wo ist denn bitte mein Problem?

Da war doch was,... achja, ich bin dumm. 

10.5.07 22:05


Ich habe dich am Freitag ausversehen getroffen.

Wir waren zufällig auf dem selben Konzert. 

Ich freue mich, dass ich dich wiedersehen konnte.

Wir saßen rum und

haben uns über die Musik aufgeregt.

Du hast mich gefragt,

ob ich noch mit zu dir komme.

Keine Sorge, einige Leute würden auch noch mitgehen.

Ich bin dann auch mitgegangen.

Und dann war ich wieder die Alte.

Da gesessen, zugehört, über eure Witzchen gelacht.

Mich nicht getraut die Initiative zu ergreifen.

Dabei war es doch eine regelrechte Aufforderung dazu,

oder nicht?

Ich weiß, wie du bist.

Du fragst niemanden "einfach so", ob er zu dir mitkommt.

Du musst was an mir finden.

Mich mindestens sympathisch finden.

Und ich kriegs nicht gebacken.

Nicht ein Wort über den Kuss verloren.

So getan als wäre das alles nicht passiert. 

Warum krieg ich es nicht einfach mal gebacken?

 

Und andererseits frage ich mich,

warum ich das erledigen muss.

Ich habe solch einen riesigen Schritt auf dich zugemacht,

und das einzige, was du zustande bringst,

ist es mich zu dir einzuladen?

 

Ich bin unentschlossen. 

 

 

13.5.07 21:52


Ich hab dich heute einfach angerufen.

Du warst noch in der Schule...

Dumm gelaufen...

ABER (ja, jetzt kommt's) du hast mich vor ca. 2 Stunden zurückgerufen.

Und wir haben telefoniert.

Bis eben.

 

Ich weiß, es ist nur ein Telefonat und ganz banal.

Aber ich freue mich.

 

Und morgen holst du mich von der Schule ab,

und ich helfe dir beim Einkaufen.

 

UND ICH FREUE MICH !

15.5.07 15:10


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